Wenn LOGBOOK auf deinem Schiff mit mehreren Devices gleichzeitig verwendet werden soll, gibt es ein primäres LOGBOOK und mehrere LOGBOOK-Companions.
Das primäre LOGBOOK erstellt die automatischen Log-Einträge. Dafür muss es mit dem NMEA-Netzwerk des Schiffs oder, falls keine NMEA-Verbindung möglich, mit einem GPS-Device verbunden sein.
Die anderen Devices, die LOGBOOK-Companions, sind über ein schiffsinternes TCP- Netzwerk (WiFi oder Ethernet) mit dem primären LOGBOOK verbunden und zeigen die Daten vom primären LOGBOOK an. Auch vom LOGBOOK-Companion aus können Ergänzungen an den Log-Einträgen vorgenommen und manuelle Log-Einträge ausgelöst werden.
Die Verbindung zwischen dem primären LOGBOOK und den LOGBOOK-Companions erfolgt über ein TCP-Netzwerk, an das die Devices je nach Art der Netzwerk-Hardware über WiFi und/oder Ethernet angeschlossen werden können.
Optimal ist es, wenn im Schiff ein bordinternes WiFi-Netzwerk installiert ist – genauso wie es in Häusern und Wohnungen üblich ist. Über dieses Netzwerk können dann alle LOGBOOK-Companions auf das primäre LOGBOOK zugreifen und falls gewünscht auch gleichzeitig mit dem Internet verbunden werden.
Zentraler Punkt des bordinternen WiFi-Netzwerks ist der Router. Alle Geräte werden mit dem Router verbunden (per WiFi oder per Ethernet) und können dann miteinander kommunizieren. Es sind spezielle Router für Schiffe und Wohnmobile auf dem Markt, die mit 12V-Anschluss oder mit Akku betrieben werden. Das ermöglicht es auch auf kleineren Schiffen ohne Inverter, ein WiFi-Netzwerk zu installieren. Je nach Modell kann der Router im Hafen eine Verbindung zum Internet über das WiFi des Hafens herstellen oder er verfügt über ein 5G/LTE-Modem, sodass eine Verbindung zum Mobilfunknetz aufgebaut und allen Geräten zur Verfügung gestellt wird. Auf vielen Schiffen ist mittlerweile Internet über Starlink installiert und wird über den Router ins schiffinterne WiFi-Netzwerk eingespeist.
Bei den meisten Schiffen sind die NMEA-2000-Netzwerke nicht für eine Verbindung zu Computern und Mobilgeräten vorbereitet. Damit die Daten von LOGBOOK empfangen werden können, muss ein Gateway (bzw. Multiplexer) ins Netzwerk eingebunden werden. In der Regel reicht für den Anschluss des Gateways ein freier Steckplatz im NMEA-2000-Netzwerk.
Gateways mit Anschluss NMEA 2000 Micro Male oder SeaTalkNG
Raymarine verwendet eigene, vom NMEA-2000-Standard abweichende Steckverbindungen (SeaTalkNG). Viele Gateways oder Multiplexer sind wahlweise auch mit Raymarine-Anschluss erhältlich. Falls nicht, gibt es auch Adapterkabel.
In unserem Shop bieten wir verschiedene, erprobte Gateways mit USB- oder WiFi-Verbindung und Stecker für normales NMEA 2000 oder für Raymarine SeaTalkNG an.
Wenn das NMEA-Netzwerk die NMEA-Daten über ein WiFi-Gateway an das primäre Device mit dem primären LOGBOOK überträgt und gleichzeitig LOGBOOK-Companions über das schiffssinterne WiFi-Netzwerk mit dem primären LOGBOOK verbunden sein sollen, muss das Gateway im Client-Mode arbeiten. Im Client-Mode stellt das Gateway kein eigenes WiFi-Netzwerk bereit, sondern verbindet sich genauso wie die anderen Devices mit dem WiFi-Netzwerk.
Leider übertragen die Plotter vieler Hersteller (wie z.B. Raymarine, Furuno und Garmin) über das integrierte WiFi keine standardmäßigen NMEA-Daten. Das WiFi sendet lediglich speziell für die markeeigenen Apps aufereitete Daten. Um mit LOGBOOK auf die NMEA-Daten zugreifen zu können, muss also trotz der WiFi-Funktion des Plotters ein NMEA-Multiplexer im Schiffsnetzwerk vorhanden sein.
Ausnahme sind hier die Kartenplotter von B&G, Simrad und Lowrance, die über das integrierte WiFi-Netzwerk GoFree reine NMEA-Daten senden.
Wenn parallel zum Empfang der NMEA-Daten auch eine Verbindung zum Internet gewünscht ist, kann es vorteilhaft sein, das NMEA über USB mit LOOGOOK zu verbinden. Anderenfalls muss auch hier ein schiffeinternes WiFi-Netzwerk aufgebaut und das Gateway im Client-Modus betrieben werden.
GoFree kann im Client-Modus keine NMEA-Daten senden, weshalb GoFree nicht in ein WiFi-Netzwerk eingebunden werden kann.
Verwendung von über USB angeschlossenen NMEA-Datenquellen unter Windows
Bei USB-Verbindungen ist es unter Windows in den meisten Fällen nicht möglich, Geräte, die bereits von einem anderen Programm wie beispielsweise einem Navigationsprogramm genutzt werden, auch für LOGBOOK zu aktivieren, da die Navigationsprogramme den Port des Geräts dauerhaft belegen und nicht für andere Programme freigeben.
Einige Navigationsprogramme bieten einen virtuellen Portsplitter, mit dem der Port von zwei Programmen verwendet werden kann. Falls nicht ist eine entsprechende zusätzliche Software erforderlich.
GPS-Daten empfangen auf dem iPad für LOGBOOK erlauben
Damit LOGBOOK auf dem iPad GPS-Daten über das interne GPS empfangen kann, müssen in der Einstellungen-App des iOS unter Datenschutz, Ortungsdienste die Ortungsdienste für LOGBOOK aktiviert sein.
LOGBOOK ist netzwerk-fähig und kann von mehreren Devices aus bedient werden. Dabei verbindet sich das zusätzliche Gerät, der LOGBOOK-Companion, direkt mit dem primären LOGBOOK.
Gehe wie folgt vor:
Stelle sicher, dass das primäre LOGBOOK geöffnet ist und dass das primäre Device und das zusätzliche Device mit den TCP-Netzwerk deines Schiffs verbunden sind.
Installiere die App LOGBOOK auf dem zusätzlichen Device.
Öffne die App LOGBOOK und melde dich in deinem Account an. (Hierfür wird eine Internet-Verbindung benötigt.)
Verbinde dein zusätzliches Device mit den TCP-Netzwerk deines Schiffs (über WiFi oder Ethernet).
Drücke nun zum Verbinden der App mit dem primären LOGBOOK den Button Search LOGBOOK. Dies startet eine automatische Suche im Netzwerk nach einem Device, auf dem ein primäres LOGBOOK läuft.
Sobald ein Device mit einem primären LOGBOOK gefunden wurde, kannst du dich über das Login-Feld unterhalb des Buttons mit deinem Usernamen anmelden und dein Device mit dem primären LOGBOOK verbinden.
Anschließend können alle Eingaben etc. auch von diesem Device aus gemacht werden.
Vor Fahrtbeginn sicherstellen, dass alle Devices startklar sind
Wenn auf deinem Schiff kein permanenter Zugang zum Internet besteht, solltest du vor Beginn der Fahrt überprüfen, ob alle Devices den gewünschten Zugriff auf LOGBOOK haben und nicht etwa doch noch eine Anmeldung im Account nötig ist.
Vom LOGBOOK-Companion aus kannst du, auch wenn dieses Device nicht mit dem NMEA verbunden ist, auf alle Funktionen von LOGBOOK zugreifen. So kannst du beispielsweise auch vom LOGBOOK-Companion aus die NMEA-Verbindung des primären LOGBOOK aktivieren und deaktivieren.
Auf diese Weise ist es auch möglich, dass das primäre LOGBOOK auf einem Computer läuft, der über keinen eigenen Bildschirm verfügt und nur über die LOGBOOK-Companions gesteuert wird.